Writing: Aus früheren Zeiten


In einer Diskussion hier auf dem Blog kam vor einigen Tagen das Thema Spielbuch auf. Wer mich ein bisschen genauer kennt, weiß, dass ich im Bereich der Rollenspiele beheimatet bin, ein bisschen hier und da was gemacht habe und tatsächlich auch zwei Publikationen übersetzt habe. Eine davon war Destiny Quest - eben auch ein Spielbuch. 

Jedenfalls kam die Frage auf, ob ich mir nicht auch einmal so ein Projekt vorstellen könnte - und anders als die Kollegen Steinmetz oder Benne, die meines Wissens gerade unter anderem auch an solchen Projekten sitzen muss ich leider verneinen. Einerseits ist mein Plan für die nächsten Jahre recht voll (und mit Blick auf die bereits laufenden oder bald anlaufen den Serien kann man das wohl nachvollziehen), andererseits sind die Zeiten, in denen ich derartig für die Szene brannte, dass ich echte Begeisterung bei so einer Arbeit hatte lange vorbei. Rollenspiel ist immer noch Teil meines Lebens aber längst nicht mehr so intensiv wie vor einem Jahrzehnt.

Was mir aber im Zuge dieser Gedanken einfiel: Ich hatte bereits einmal etwas vergleichbares geschrieben, nämlich 08/09. Damals stand ich am Ende meines Studiums und hatte eine ganze Menge Zeit und wollte andererseits das Projekt "Soloabenteuer" einfach mal angehen.

Herausgekommen ist dabei "One night in Chicago", ein Soloabenteuer vor dem Hintergrund des Call of Cthulhu Rollenspiels.

Als mir das wieder einfiel, fragte ich mich kurz, ob ich mich nach knapp zehn Jahren für das Werk schämen muss. Die Antwort war schnell gefunden: Nö. Zwar gibt es einige nette Stilblüten im gesamten Text, packt man ihn jedoch in den zeitlichen Kontext, kann ich sehr gut mit diesen Ausrutschern leben. Würde ich ein ähnliches Projekt heute noch einmal angehen, würde ich es natürlich anders aufziehen. Ich konnte also in der Mottenkiste - oder vielmehr den Tiefen meiner Festplatte - graben und zauberte daraus besagtes Dokument hervor. Damals kam es eigentlich ganz gut an, ob das heute immer noch so ist, kann ich nicht beurteilen. 

Jedenfalls habe ich mich entschlossen, es an dieser Stelle noch einmal zur Verfügung zu stellen. Vielleicht hat ja der eine oder andere von euch Spaß daran. Die Mailadressen, die im Dokument für Kontaktmöglichkeiten angegeben sind, existierten längst nicht mehr, aber ich nehme an, dass ihr wisst, wie ihr mich erreichen könnt.

Nun also viel Spaß mit One Night in Chicago (Download) 

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