Writing: Von Möglichkeiten und der Zukunft


Heute ist ein besonderer Tag für mich.
Denn heute habe ich es gewagt.
Endlich habe ich mich getraut, die Weichen zu stellen.

Klingt kryptisch? Ich will es erklären.

Wie ihr wisst, habe ich neben dem Schreiben noch einen anderen Job, der Laie würde jetzt sagen einen "normalen" oder "echten". Seit fast drei Jahren fahre ich dabei nun zweigleisig, Arbeite acht und mehr Stunden wenn es hell ist und schreibe im Schnitt drei Stunden, wenn es dunkel ist. Tag für Tag, Woche für Woche. Das Ergebnis ist für jeden in diesem Jahr klar zu erkennen: 12 Monate - 12 Bücher.

Ich habe damals damit angefangen, weil ich Spaß daran hatte, Geschichten zu erzählen. Mittlerweile bin ich weiter. Natürlich habe ich immer noch Spaß daran, Geschichten zu Papier zu bringen, aber ich bin auch zu dem Entschluss gekommen, dass es mehr als nur ein reines Hobby ist. Es ist integraler Bestandteil meines Lebens geworden. Das Schreiben nimmt eine Menge Zeit ein und es zahlt sich natürlich auch finanziell aus.

Tatsächlich war mir schon im letzten Jahr klar, dass ich nicht ewig zweigleisig fahren könnte. Früher oder später musste der Augenblick kommen, an dem ich mich entschieden musste. Entweder für vollen Einsatz in meinem "echten" Job oder für vollen Einsatz beim Schreiben. Und das wiederum führt mich zum Anfang zurück.

Nachdem ich in den letzten Wochen immer wieder mit mir gerungen habe, brachte ich es heute über das Herz, endlich eine Entscheidung zu treffen.

Für das Schreiben.

Will heißen: Ab Oktober diesen Jahres wird meine Arbeitsbelastung im "normalen" Job ein gutes Stück zurückgehen und in den kommenden zwei Jahren immer weiter abflachen. Ich schaffe mir gerade raum für das, was mir wichtig ist und von dem ich überzeugt bin, dass es meine Zukunft ist.

Für mich ist das ein großer Schritt. Nicht zwangsläufig ins Ungewisse. Ich habe das Gefühl, das Richtige zu tun. Denn bekanntlich sollte man Möglichkeiten ergreifen, wenn sie sich zeigen - andernfalls ärgert man sich später immer und immer wieder darüber. Ich habe die komfortable Möglichkeit gefunden, Stück für Stück bei einem Auftraggeber abzubauen und auszumünden und so vorerst einen Tag in der Woche zu schaffen, der einzig und allein dem Schreiben gewidmet ist.

Ein großer Schritt für mich.
Ich glaube, in eine sehr gut Zukunft.
Und ich freue mich drauf.    

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